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Kirchweihtradition in Bergrheinfeld ab 1982
Auf die Initiative des damaligen Bürgermeisters Wendelin Fenn wurden
die alten Kirchweihbräuche 1982 zu neuem Leben erweckt. Er brachte die bis dahin fast
vergessene Bezeichnung "Plüa" wieder ins Gespräch. In einem Lexikon fand man
die Erklärung, daß dieser mundartliche Begriff von Bergrheinfeld bis hinauf in die Rhön
gebräuchlich und als "Plan" zu verstehen war. Ausdrücklich wurde darauf
hingewiesen, daß die "Plüapaare" nur "ehrsame, unbescholtene und
ledige" Burschen und Mädchen sein durften.
Heute kann man sich die Berger Kirchweih ohne die
Mitwirkung der schmucken Plüapaare nicht mehr vorstellen. Trotz des endlosen
Durchgangsverkehrs wird die B 26 in diesen "neuen alten" Kirchweihbrauch
einbezogen. Ausgangspunkt ist der geschmackvoll gestaltete Zehnthof zwischen Rat- und
Zehnthaus, Ziel das große Festzelt im Freizeit- und Erholungsgebiet
"Holderhecke".
Schon am Freitag spielen dort zwei Bands. Am Samstag
fahren die "Plüaburschen" die beiden Planbäume zum Festplatz und stellen sie
am Eingang auf. Zum Abschluß tanzen dort die Plüapaare. Die Kirchweih dauert bis
einschließlich Montag. Sie wird traditionell von den Vereinen der Gemeinde ausgerichtet,
in diesem Jahr vom St. Johannisverein.
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Aufstellen
der Planbäume 1987

Blick ins Zelt 1999

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